„Soweit, so gut!“ – Dank an das Forum, Dank an die Familie

Zehn Jahre hat Dr. Heribert Lange den Verein Forum Juden- Christen Altkreis Lingen als Vorsitzender geleitet. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder am Donnerstagabend in der Kunsthalle einstimmig Pastor Gernot Wilke-Ewert. Heribert Lange wird weiterhin Verantwortung übernehmen und wurde unter langanhaltendem Beifall zum Ehrenvorsitzenden des Vereins benannt.

Sichtlich gerührt war Dr. Heribert Lange (4.v.l.) und erhielt als Ehrenvorsitzender des Forums Juden-Christen langanhaltenden Applaus. Herzlich gratulieren der neue Vorsitzende Pastor Gernot Wilke-Ewert, Schriftführer Dr. Friedhelm Wolski-Prenger, Beisitzerin Bernhardine van Olfen, Kassierer Simon Göhler und der neue Stellvertretende Vorsitzende Dr. Walter Höltermann. ( v.l.) Foto: Johannes Franke

“Du bist fleißig im guten Sinne, fürsorglich, verlässlich, ein begnadeter Redner und hast in den vergangenen Jahren mit deinen Ausführungen, die Moral und Inhalt verknüpfen, Menschen berührt“, betonte der neue Vorsitzende. Herzlich dankte er seinem Vorgänger, überreichte ihm eine von Peter Lütje angefertigte Skizze, die Hannah Ahrend darstellt.

Heribert Lange habe im Verein seine Handschrift hinterlassen und so manche Rede habe Gänsehaut erzeugt. „So darf ich dir heute zwei Flaschen Rotwein überreichen, die diese Namen tragen“, bemerkte Wilke-Ewert unter herzlichem Applaus. Den erhielt auch Ehefrau Doris, zudem einen Blumenstrauß. Sie weiß, „dass Heribert aus Leidenschaft wohl noch weiter das Amt ausgeübt hätte.“

In seiner umfassenden Vorstellung erinnerte Lange an die vor zehn Jahren begonnenen Lehrhausgespräche und bettete die zahlreichen Veranstaltungen ein in die Aufgaben, die sich das Forum in seiner Satzung gegeben hatte. „Einen Brückenschlag zwischen Juden und Christen unter Einbeziehung der Geschichte der jüdischen Gemeinden im Altkreis Lingen zu bauen. Die Erinnerung und Bewahrung jüdischer Kultur zu pflegen. Das Judentums und seine Traditionen kennenlernen, die Erhaltung und Betreuung der Lern- und Gedenkorte sowie der Friedhöfe zu fördern, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus entgegenzutreten, und nach Wegen der Versöhnung und des friedvollen Miteinanders aller Menschen zu suchen“, seien die Aufgaben und Ziele. Mit Friedensgebeten, Schulveranstaltungen, Lesungen, Gedenktagen, Begegnungsprojekten und Aktionen, Kooperationen und weiteren Veranstaltungen habe das Forum seine Satzung ausgestaltet. Langes Schlusswort lautete: „Soweit, so gut!“ Er dankte ganz besonders seiner Ehefrau Doris und der Familie. Den Vorstandsmitgliedern übergab er als Abschied jeweils eine aus Holz geschnitzte Mesusa – Ein Segen für das Haus.

 

Text: Johannes Franke, Lingener Tagespost (11.07.2020, mit freundlicher Genehmigung) 

S.a. http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/2085349/soweit-so-gut-dank-an-das-forum-dank-an-die-familie