Auf Initiative der Lingener Ehrenbürgerin Ruth Foster, geb. Heilbronn entstand 1986 ein Gedenkstein für die jüdischen Familien, die vor Beginn der Judenverfolgung durch die Naziterroristen in Lingen gelebt hatten. Der Stein steht jetzt auf dem Gelände des Gedenkortes Jüdische Schule.

Der Vorstand des Forums Juden-Christen machte darauf aufmerksam, dass die Inschrift des von Friedel Kunst geschaffenen Denkmals unleserlich geworden war. Forums- Vorsitzender Simon Göhler konnte bei der Stadt Lingen – die in diesem Jahr bereits die Restaurierung des von Bernhard Grünberg gefertigten Eingangstores finanziert hatte – erreichen, dass die Inschrift des Familiensteines erneuert wurde. Beauftragt wurde Steinmetzmeister Bastian Korves. Dessen Mitarbeiter Andreas Ritter führte die Restaurierung aus.

Andreas Ritter (Firma Korves), Elisa Eilermann (Franziskusgymnasium), Shimon Motsa („Judentum begreifen e.V.”, Osnabrück), Angela Prenger.

Andreas Ritter konnte seine Arbeit den TeilnehmerInnen des Seminarfaches Judentum des Lingener Franziskusgymnasiums vorstellen. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich am vergangenen Dienstag von Shimon Motsa von der Jüdischen Gemeinde Osnabrück über das religiöse Leben gläubiger jüdischer Menschen informieren. Motsa ist Assistent des Rabbiners und Koordinator im Verein „Judentum begreifen“ e.V. Schüler Luca Menger wurde beispielhaft für das Morgengebet eines jüdischen Mannes eingekleidet.

Luca Menger (li) und Shimon Motsa. Fotos: fwp