
Tag der offenen Türe und Tore

Lingen. Zum Tag der offenen Türen lädt das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. am Sonntag, 30. August 2026, von 15 bis 17 Uhr in den Gedenkort Jüdische Schule an der Jakob-Wolff-Straße ein. Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, die Dauerausstellung kennenzulernen, historische Zeugnisse zu entdecken und mit sachkundigen Vertreterinnen und Vertretern des Forums ins Gespräch zu kommen.
Die Jakob-Wolff-Straße ist nach dem letzten Vorsteher der Jüdischen Synagogengemeinde Lingen benannt. Im Mittelpunkt des Nachmittags steht die Dauerausstellung zur Geschichte und zum jüdischen Leben im südlichen Emsland. Die Mitglieder des Forums informieren über die Ausstellung und beantworten Fragen zur jüdischen Geschichte der Region.
Auch das Außengelände des Gedenkortes wird vorgestellt. Zu den Erinnerungsorten gehören die Büste der Philosophin Hannah Arendt, der Synagogenplatz sowie der Gedenkstein für die von den Nationalsozialisten zerstörte Lingener Synagoge. Darüber hinaus erinnert der Familienstein an die jüdischen Familien aus Lingen, die während der NS-Zeit verfolgt, ermordet oder zur Flucht gezwungen wurden.
Im Inneren des Gebäudes, das 1998 umfassend renoviert wurde, sind religiöse Kultgegenstände, die Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Lingen sowie das KZ-Kleid von Ruth Heilbronn zu sehen. Besichtigt werden kann außerdem eine nicht mehr koschere Thora-Rolle, die als Leihgabe der Jüdischen Gemeinde Osnabrück zur Verfügung gestellt wurde.