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„Bei uns war alles ganz normal“ – Lesungen mit Ruth Frenk

29. August 2026-19:30 - 21:30

Ruth Frenk zu Gast bei der „Langen Nacht der Kirchen“

Am Samstag, 29. August 2026, ist die niederländisch-jüdische Sängerin, Gesangspädagogin und Autorin Ruth Frenk zu Gast im Lern- und Gedenkort Jüdische Schule. Im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ gestaltet sie gleich zwei Lesungen.

19:30 Uhr: „Bei uns war alles ganz normal – Memoiren einer niederländisch-jüdischen Sängerin in Deutschland“

Wie lebt man mit der Geschichte der eigenen Familie, wenn die Eltern die Shoah überlebt haben? Und wie gelingt es, trotz dieser Vergangenheit Vertrauen zu fassen und den eigenen Weg zu gehen?

Ruth Frenk wurde 1946 in Rotterdam als Tochter niederländisch-jüdischer Überlebender des Konzentrationslagers Bergen-Belsen geboren. In ihren Memoiren „Bei uns war alles ganz normal“ erzählt sie von ihrer Familiengeschichte und ihrem eigenen Lebensweg. Dieser führte sie über Amsterdam, Genf und New York schließlich nach Deutschland, wo sie seit 1974 lebt.

Als Sängerin und Gesangspädagogin sowie durch ihr langjähriges Engagement für den deutsch-israelischen Dialog setzt sich Ruth Frenk seit Jahrzehnten für jüdisches Leben und eine lebendige Erinnerungskultur ein.

Die Lesung beginnt um 19:30 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Im Anschluss besteht für etwa 15 bis 30 Minuten Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit Ruth Frenk persönlich ins Gespräch zu kommen. Auch im aktuellen Veranstaltungsprogramm des Forums wird die Lesung als Begegnung mit einer Vertreterin der zweiten Generation nach der Shoah vorgestellt.

21:30 Uhr: „Abenteuerliche Flucht der Lyrikerin Emma Kann von Frankfurt am Main nach New York“

In einer zweiten Lesung widmet sich Ruth Frenk der jüdischen Lyrikerin Emma Kann und ihrer außergewöhnlichen Lebens- und Fluchtgeschichte. Kann musste Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verlassen. Ihr Weg führte sie schließlich nach New York.

Ruth Frenk nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf die Stationen dieser Flucht und erinnert damit zugleich an eine jüdische Schriftstellerin, deren Lebensgeschichte beispielhaft für Vertreibung, Exil und Neuanfang steht.

Beide Lesungen können unabhängig voneinander besucht werden.

Datum: Samstag, 29. August 2026
Uhrzeit: 19:30 bis ca. 21:00 Uhr sowie 21:30 bis ca. 22:30 Uhr
Ort: Lern- und Gedenkort Jüdische Schule, Jakob-Wolff-Straße, 49808 Lingen (Ems)

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Details

  • Datum: 29. August 2026
  • Zeit:
    19:30 - 21:30

Veranstaltungsort

  • Lern- und Gedenkort Jüdische Schule
  • Jakob-Wolff-Straße
    Lingen (Ems), Niedersachsen 49808 Germany
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