Freren


Im Jahre 1924 konnte die jüdische Gemeinde Freren-Lengerich das Grundstück an der Straße in Richtung Fürstenau erwerben. In den folgenden zwei Jahren wurde er fertig angelegt. Er konnte jedoch nur zwölf Jahre lang als Begräbnisstätte genutzt werden, da er im Laufe des Novemberpogroms von 1938 verwüstet wurde. Später wurde er dann als Gemüsegarten missbraucht. Nach 1945 wurde er wieder hergerichtet. Das geschah auf Anordnung des amerikanischen Besatzungsoffiziers Bernhard Süskind, einem aus Fürstenau stammenden Juden. Heute kann man auf dem Friedhof neun Grabsteine finden, auf denen neben den Verstorbenen auch an die Opfer des Holocaust erinnert wird.

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Bild: Judenfriedhof in Freren

Gedenkstätte Jüdisches Bethaus in Freren
Im Haus des Frerener Juden Josef Weinberg gab es schon vor der Gründung der Synagogengemeinde Freren 1842 einen jüdischen Betraum. Bis 1863 war er Synagogenvorsteher. Danach wurde der Betraum in das Haus des nachfolgenden Synagogenvorstehers Simon Schwarz in der Grulandstraße verlegt. Eine ähnliche Institution gab es auch im Gemeindeteil Fürstenau. Auch hier muss von Verwüstungen durch die Nationalsozialisten berichtet werden, bei denen die Kultgegenstände entwendet und zerstört wurden. Im Jahr 1984 wurde in der Grulandstraße ein Denkmal enthüllt, an dem jährlich am 9. November eine Gedenkfeier stattfindet. Auch vertriebene Juden, die ehemals in Freren gelebt hatten, nehmen daran teil. Auch kann man in Freren heute das renovierte Bethaus besichtigen. Das Forum Juden-Christen hat dort eine Gedenkstätte geschaffen, in der die Religionen miteinander in Kontakt treten sollen.