Seit zwei Jahrzehnten organisiert das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. vornehmlich in der „Woche der Brüderlichkeit” Angebote für Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Judentum begreifen“ in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Osnabrücker Verein.

Wegen der Corona-Pandemie war es fast zwei Jahre nicht möglich, Veranstaltungen durchzuführen. Um so mehr freute sich Angela Prenger, die im Forum in Nachfolge von Johannes Wiemker das Arbeitsfeld verantwortet, dass Schulleiterin Nadine Mosler in der BBS Thuine mehreren Lerngruppen eine Begegnung mit der jüdischen Religion ermöglichte.

Von Beginn der Zusammenarbeit der beiden Vereine an brachte Inessa „Ina” Goldman von der Jüdischen Gemeinde Osnabrück tausenden emsländischen Schülerinnen und Schülern, teils in Schulen, teils auch im Gedenkort Jüdische Schule in Lingen, das Judentum nahe. Bald verabschiedet sie sich nach Straßburg, um ihre berufstätige Tochter bei der Kindererziehung zu unterstützen.

Inessa Goldman und Shimon Motsa bereiten ihre Präsentation vor.

In Thuine war sie noch dabei, überließ das Feld aber großenteils Shimon Motsa, der die Informationsarbeit übernehmen wird. Motsa, der in der Jüdischen Gemeinde Osnabrück als Assistent des Rabbiners arbeitet, rief bei den beteiligten Klassen nicht wenig Erstaunen hervor, als er die Thora – Rolle erklärte. Die Thora, im wesentlichen dem Ersten Testament der Christen entsprechend, wird handschriftlich auf Pergament gefertigt und kostet mindestens an die 40.000 Euro. Gelesen wird aus der Thora montags, donnerstags und vor allem am Schabbat, den gläubige Juden streng einhalten.

David Weinberg von der Klasse II der Fachschule für Heilerziehungspflege erklärte sich bereit, sich von Shimon Motsa für ein Morgengebet einkleiden zu lassen. Foto: Forum Juden-Christen

Interessierte Schulen können unter info@forum-juden-christen.de Informationen zum Projekt „Judentum begreifen“ abrufen. Zum Verein “Judentum begreifen” Osnabrück : https://www.judentumbegreifen.org