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Die Einträge sind ein Spiegel der Welt

Von Werner Scholz
Lingen (eb) -Seit einem Jahr ist das „Forum Juden-Christen Altkreis Lingen” unter www.judentum-christentum.de im Internet zu finden. Nach diesen 365 Tagen kann das Forum bereits fast 9000 Besucher zählen.

el-am-sonntag_26-01-03Das Anliegen des Forums ist der Brückenschlag zwischen Juden und Christen. Ganz in diesem Sinne sucht das Forum nach Wegen der Versöhnung und des friedvollen Miteinanders aller Menschen. „Wir wollen ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Die Zeitzeugen sterben nach und nach. Zugleich ist es wichtig, junge Leute zu erreichen. Dafür ist das Internet ein geeignetes Medium”, erklärte Web-Master Wilhelm Kastein, der sich seit 1994 mit der Programmierung von Internet-Seiten beschäftigt.

Hinter der Seite des Forums steckt sehr viel Arbeit. Über 300 Stunden waren es, bevor die Seite ins Netz ging. „Es macht aber sehr viel Spaß”, strahlte Kastein, der nach einem Jahr Internet eine klare Erfolgsbilanz ziehen konnte, denn inzwischen hat das Forum mit seiner Homepage eine Vorreiterstellung eingenommen. „Wir sind die ersten, die als Forum ins Internet gegangen sind. Nicht nur, dass es weltweit große Zustimmung gibt, wir bekommen auch Zuschriften wie etwa von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit aus der Pfalz, die Links und Informationen austauschen möchte. Andere haben nachgefragt, weil sie ebenfalls eine Internet-Seite einrichten möchten”, sagte Kastein.

Die Internet-Seite des Forums bietet auch die Möglichkeit zur Diskussion, wozu auch kritische Beiträge gehören. „Antisemitismus und Aufrufe zu strafbaren Handlungen akzeptieren wir selbstverständlich nicht”, verdeutlichte Kastein weiter.
„Die Einträge, die wir bekommen, sind ein Spiegel der Welt. Besondere Freude bereiten natürlich Einträge wie der von Bernhard Süßkind aus New York, der gerne hineinschaut, weil er sich so seiner alten Heimat näher fühlt”, ergänzte der Erste Vorsitzende des Forums, Reinhold Hoffmann.

Die Internet-Seite soll noch weiter ausgebaut werden. „Da wird noch vieles hinzukommen. Wir werden auch die Didaktik verbessern. Kreisarchivar Heiner Schüpp arbeitet intensiv mit’, sagte Web-Master Kastein und fügte abschließend hinzu: ,;Es ist schön, für etwas zu arbeiten, das für unsere Gesellschaft nötig ist.”

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